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Vergleich11. September 2026·6 Min. Lesezeit

Stempeluhr und Stechuhr: von der Stempelkarte zur App

Erst die Karte mit dem Uhrzeitaufdruck, dann der Chip, heute das Handy am Eingang. Die Arten im Vergleich und was nach dem Stempeln mit den Zeiten passiert.

Vergleich

Autor
InShift
Veröffentlicht
11. September 2026
Lesezeit
6 Min. Lesezeit
InShift
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Stempeluhr, Stechuhr und Kontrolluhr meinen dasselbe Gerät: eine Uhr, die festhält, wann jemand zur Arbeit kommt und wann er geht. Aus der Karte mit Uhrzeitaufdruck wurde der Chip am Terminal und daraus das Handy am Eingang. Dieser Artikel vergleicht die Arten und zeigt, was nach dem Stempeln mit den Zeiten passiert und woran Sie eine gute Stempeluhr erkennen.

Stempeluhr, Stechuhr, Kontrolluhr: ein Gerät, drei Namen

Stempeluhr kommt vom Stempel, den die Uhr auf eine Karte druckt. Stechuhr ist das umgangssprachliche Wort, dazu passt „stechen“ für das Stempeln selbst. Kontrolluhr ist der ältere Fachbegriff aus der Industrie. Heute spricht man auch von Zeiterfassungsterminal oder, wenn das Handy stempelt, von einer Stempeluhr-App. Es geht immer um dasselbe: einen Zeitpunkt für Kommen, einen für Gehen, oft auch für Beginn und Ende der Pause.

Kurze Geschichte: von der Stempelkarte zum Terminal

1888 entwickelte der Amerikaner Willard Bundy eine Uhr, die mit einem persönlichen Schlüssel die Ankunftszeit auf einen Papierstreifen druckte. Wenige Jahre später kamen Geräte mit Karten auf: Jede Person hatte ihre eigene Stempelkarte für die Woche oder den Monat, steckte sie morgens und abends in den Schlitz, und die Uhr druckte die Zeit in die nächste Zeile. Die Karten steckten in nummerierten Fächern neben der Uhr.

In Deutschland bauten unter anderem Hersteller in Schwenningen am Neckar solche Kontrolluhren. Das Prinzip hielt sich bis weit ins 20. Jahrhundert. Dann ersetzten Magnetkarten, später Chips und Transponder die Pappkarte, und die Zeiten landeten in einer Software. Heute übernimmt immer öfter das Handy die Rolle der Karte.

Die Arten von Stempeluhren im Vergleich

ArtSo wird gestempeltAuswertungWorauf achten
Mechanische Stempeluhr mit KarteKarte in den Schlitz, die Uhr druckt die Zeit aufAm Monatsende jede Karte von Hand addierenRechenarbeit, Lesefehler, eine Kollegin kann die Karte mitstempeln
Elektronisches Terminal mit ChipChip, Karte oder Transponder an das Lesegerät haltenSoftware am PC oder in der CloudGerät, Montage und Chips kaufen und verwalten, verlorene Chips ersetzen
Biometrisches TerminalFinger oder Gesicht am GerätSoftwareViele Teams lehnen Fingerabdrücke ab, das Gerät ist teurer
Stempeluhr-App auf dem HandyTippen in der AppCloud, sofort sichtbarOhne Prüfung des Orts lässt sich auch von zu Hause stempeln
Tablet als TerminalCode am Tablet mit dem Handy scannen oder PIN eingebenCloud, sofort im StundenzettelDas Tablet braucht Strom, Netz und einen festen Platz

Die letzten beiden Zeilen lassen sich verbinden: Das Handy stempelt, der Ort wird über einen Code geprüft, den nur das Tablet am Eingang zeigt. So brauchen Sie kein Spezialgerät, und niemand stempelt vom Sofa aus.

Was nach dem Stempeln passiert

Eine Stempelzeit allein ist noch keine Arbeitszeit. Zwischen Uhr und Lohn liegen vier Schritte:

  1. Paare bilden. Jedes Kommen braucht ein Gehen. Fehlt das Ausstempeln, ist der Tag offen und muss geklärt werden.
  2. Pause abziehen. Entweder gestempelt oder als feste Minuten pro Schicht.
  3. In Dezimalstunden umrechnen. 7:45 wird zu 7,75, damit sich mit dem Stundenlohn rechnen lässt. Mehr dazu im Artikel Dezimalstunden und Industrieminuten.
  4. Mit dem Plan vergleichen. Wer früher kam, länger blieb oder fehlte, fällt erst im Vergleich mit dem Dienstplan auf. Daraus entstehen Plus- und Minusstunden, siehe Überstunden berechnen.

Bei der Kartenuhr erledigt das alles ein Mensch am Monatsende mit dem Taschenrechner. Ein digitales System erledigt die Schritte schon beim Stempeln, am Monatsende bleibt nur die Prüfung der Ausnahmen.

Nach dem Stempeln unter „Time tracking“: Kommen und Gehen als Paar, die Pause in Minuten und daneben die geplante Schicht. Wer fehlt, erscheint als „No check-in“.

Woran Sie eine gute Stempeluhr erkennen

  • Gestempelt wird vor Ort. Der Ort ist geprüft, durch das Gerät an der Wand oder durch einen Code, der nur dort zu sehen ist.
  • Es geht auch ohne Handy. Wer kein Smartphone hat oder es nicht nutzen will, stempelt mit Nummer und PIN.
  • Vergessenes Ausstempeln fällt auf. Offene Tage werden markiert und geprüft, bevor sie mit 16 Stunden im Lohn landen.
  • Pausen werden erfasst. Als eigener Stempel oder als Minuten pro Schicht.
  • Die Zeiten lassen sich exportieren. Export nach Excel oder eine Schnittstelle zur Lohnabrechnung.
  • Plan und Ist stehen nebeneinander. Erst mit dem Dienstplan daneben zeigt die Stempeluhr auch, wer fehlte.
Ohne Handy: Am Terminal die Personalnummer und danach unter „Your PIN“ die eigene PIN eingeben. So stempelt auch, wer kein Smartphone nutzt.

Tablet und Handy als Stempeluhr

In InShift wird jedes Tablet oder Handy mit Browser zur Stempeluhr: Sie öffnen terminal.inshift.app, geben den „Pairing code“ ein, den Sie unter „Time tracking“ im Bereich „Terminals“ finden, und der Bildschirm zeigt einen Code, der alle 30 Sekunden wechselt. Alle im Team scannen ihn mit der InShift-App und stempeln so Kommen, Gehen und Pause. Der Code ist nur vor Ort zu sehen, und das Tablet erzeugt ihn auch ohne Internet. Nur das Stempeln mit PIN braucht eine Verbindung. Wer kein Handy nutzt, tippt am Tablet auf „Without a phone“ und stempelt mit Personalnummer und PIN.

Die Teamleitung sieht unter „Time tracking“, wer da ist, wer in der Pause ist und wer seine Schicht noch nicht begonnen hat. Vergisst jemand das Ausstempeln, schließt das System die Schicht einige Stunden nach dem geplanten Ende und markiert sie. Spezielle Hardware müssen Sie dafür nicht kaufen. Mehr zur Einrichtung und zum Ablauf im Betrieb auf der Seite Zeiterfassung-App, die Preise unter Preise.

Das Tablet am Eingang zeigt einen Code, der alle 30 Sekunden wechselt, das Handy stempelt mit „Check in“ in der App. „Without a phone“ führt zur PIN.