Stundennachweis, Stundenzettel, Arbeitszeitnachweis: drei Namen für dieselbe Liste mit Datum, Beginn, Ende und Pause. Sie ist schnell ausgefüllt und trotzdem Anlass für die meisten Rückfragen am Monatsende. Hier erfahren Sie, was in jede Spalte gehört, sehen ein ausgefülltes Wochenbeispiel und die Fehler, die sich in fast jeden Stundenzettel irgendwann einschleichen.
Was ist ein Stundennachweis?
Ein Stundennachweis hält fest, wann eine Person tatsächlich gearbeitet hat. Er ist die Grundlage für den Lohn bei Bezahlung nach Stunden, für das Arbeitszeitkonto bei festen Wochenstunden und für jede Frage wie „Habe ich im September mehr gearbeitet als geplant?“.
Ob er Stundenzettel, Stundenaufstellung oder Arbeitszeitnachweis heißt, hängt von den Gepflogenheiten im Betrieb ab. Wichtig ist der Unterschied zum Dienstplan: Der Plan zeigt, wer arbeiten soll. Der Stundennachweis zeigt, wer wirklich gearbeitet hat, mit allen Abweichungen, die eine Woche so mit sich bringt.
Was in jede Zeile gehört
Oben auf das Blatt kommen Name, Monat und Standort oder Abteilung. Danach eine Zeile pro Arbeitstag mit diesen Spalten:
- Datum, am besten mit Wochentag. Ein „Sa“ neben dem Datum fällt beim Prüfen sofort auf.
- Beginn und Ende als tatsächliche Uhrzeit, also 07:55, wenn die Arbeit um 07:55 begonnen hat.
- Pause in Minuten. Eine eigene Spalte, damit sie niemand im Kopf abziehen muss.
- Arbeitszeit: Ende minus Beginn minus Pause, als Stunden und Minuten oder als Dezimalzahl.
- Bemerkung für alles, was später Fragen aufwerfen könnte: getauschte Schicht, früher gegangen, Schulung.
Unten stehen die Summe des Monats und, wenn Ihr Betrieb das so handhabt, die Unterschriften der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters und der Führungskraft. Eine fertige Tabelle mit diesen Spalten finden Sie bei unseren Vorlagen für Stundenzettel und Dienstplan, als Excel zum Ausfüllen am Rechner oder zum Ausdrucken. Wer Sollstunden und Saldo für den ganzen Monat braucht, nimmt die Vorlage für den Arbeitszeitnachweis.
Ausgefülltes Beispiel: eine Woche im Café
Eine Barista mit wechselnden Schichten, Woche vom 21. bis 27. September. Mittwoch und Sonntag hat sie frei.
| Datum | Beginn | Ende | Pause | Arbeitszeit | Dezimal |
|---|---|---|---|---|---|
| Mo 21.09. | 07:00 | 15:15 | 30 Min. | 7:45 | 7,75 |
| Di 22.09. | 07:00 | 15:00 | 30 Min. | 7:30 | 7,50 |
| Mi 23.09. | frei | ||||
| Do 24.09. | 11:00 | 19:20 | 30 Min. | 7:50 | 7,83 |
| Fr 25.09. | 13:00 | 21:40 | 45 Min. | 7:55 | 7,92 |
| Sa 26.09. | 08:00 | 14:00 | 15 Min. | 5:45 | 5,75 |
| So 27.09. | frei | ||||
| Woche | 36:45 | 36,75 | |||
Am Donnerstag ist sie 20 Minuten länger geblieben, weil die Abendschicht zu spät kam. Genau so etwas gehört in die Bemerkung, mit dem Namen der Kollegin. Vier Wochen später erinnert sich niemand mehr daran, warum dort 19:20 steht.
Wer Arbeitszeiten für einen einzelnen Tag nachrechnen will, nimmt den Arbeitszeitrechner: Beginn, Ende und Pause eingeben, und er zeigt Arbeitszeit und Dezimalstunden an, ohne Anmeldung.