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Branche24. August 2026·6 Min. Lesezeit

Geteilter Dienst: Teildienst in Gastronomie und Hotel planen

Mittags drei Leute, nachmittags einer, abends wieder drei: Wann ein Teildienst Stunden spart, wann Aushilfen die bessere Lösung sind und wie Sie geteilte Dienste fair verteilen.

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InShift
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24. August 2026
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6 Min. Lesezeit
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Beim geteilten Dienst, auch Teildienst genannt, arbeitet eine Person an einem Tag zwei Blöcke mit einer langen Pause dazwischen, im Restaurant etwa von 10:30 bis 15:00 und von 17:30 bis 23:00 Uhr. So deckt eine Person Mittag und Abend ab, ihr Tag dauert aber zwölfeinhalb Stunden von Beginn bis Ende. Ob sich das lohnt, zeigt eine einfache Rechnung. Und wenn Sie geteilte Dienste planen, entscheiden ein paar Regeln darüber, ob das Team sie akzeptiert.

Was ein geteilter Dienst ist

Teildienst und geteilter Dienst meinen dasselbe: Die tägliche Arbeitszeit ist in zwei Blöcke geteilt, die Unterbrechung ist deutlich länger als eine normale Pause, meist zwei bis vier Stunden. In Hotellerie und Gastronomie im Alpenraum heißt diese Unterbrechung oft Zimmerstunde. Typisch ist der geteilte Dienst überall dort, wo es zwei Spitzen am Tag gibt:

  • Restaurant: Mittagsservice und Abendservice, dazwischen ist das Lokal fast leer.
  • Hotel: Frühstück und Abendrestaurant, im Housekeeping auch Zimmerreinigung am Vormittag und Turndown-Service am Abend.
  • Bäckerei-Café: Frühstücksansturm und Feierabendverkauf.
  • Pflegedienst: Touren am Morgen und am Abend.

Verwechseln Sie den Teildienst nicht mit Teilzeit: Teilzeit beschreibt weniger Wochenstunden, der Teildienst die Lage der Stunden an einem Tag. Ob die Unterbrechung bezahlt wird und wie lang der Tag insgesamt sein darf, regeln Arbeitsvertrag, Betriebsvereinbarung oder Tarifvertrag. Klären Sie das, bevor Sie den ersten Teildienst einteilen.

Wann sich ein Teildienst lohnt: drei Varianten im Vergleich

Ein Restaurant braucht im Service mittags von 11:00 bis 15:00 Uhr drei Personen, am Nachmittag bis 17:30 Uhr eine und abends bis 22:30 Uhr wieder drei. Mit Vorbereitung und Abschluss beginnen die Schichten um 10:30 und enden um 23:00 Uhr. Drei Wege, den Tag zu besetzen:

VarianteSchichtenPersonenStunden
A: nur durchgehend3 × 10:30–17:30, 3 × 17:00–23:00639
B: mit Teildienst2 × 10:30–15:00 und 17:30–23:00, 1 × 10:30–19:00, 1 × 17:30–23:00434
C: mit Teilzeit2 × 10:30–15:00, 1 × 10:30–17:30, 3 × 17:30–23:00632,5

Variante A ist am teuersten: Am Nachmittag stehen drei Leute im Service, gebraucht wird einer. Variante B spart fünf Stunden am Tag und kommt mit vier Personen aus, verlangt aber von zwei Leuten einen langen Tag. Variante C ist noch etwas günstiger, braucht aber sechs Personen, davon fünf mit kurzen Schichten nur mittags oder nur abends.

Daraus folgt die Faustregel: Wer genug Aushilfen und Teilzeitkräfte findet, braucht kaum geteilte Dienste. Der Teildienst ist das Mittel für kleine Teams, für Saisonbetriebe und für Tage, an denen niemand nur für drei Stunden kommt. Wie Sie die Besetzung pro Stunde ermitteln, auf der diese Rechnung beruht, zeigt der Artikel Personalplanung: Personalbedarf berechnen.

Schichtarten unter „Locations“: Name, Wochentage, Uhrzeit und Preis. Für den Teildienst legen Sie die beiden Blöcke als zwei Schichtarten an.

Geteilte Dienste fair planen

  • Erst fragen. Manche mögen den Teildienst, etwa Studierende mit Vorlesung am Nachmittag oder Eltern, die mittags zu Hause sein wollen. Geben Sie ihnen den Vorrang.
  • Reihum verteilen und zählen. Höchstens zwei geteilte Dienste pro Person und Woche, und am Monatsende ein Blick auf die Zahl je Person.
  • Den Weg mitdenken. Wer 45 Minuten pendelt, hat von drei Stunden Pause nur anderthalb. Für diese Person ist der Teildienst ein Arbeitstag von früh bis spät.
  • Die Pause gehört der Person. Keine Anrufe, keine Bitten, „kurz mal reinzukommen“. Sonst ist es ein langer Dienst mit Unterbrechung, und so wird er auch empfunden.
  • Nicht vor einer Frühschicht. Wer um 23:00 Uhr geht, beginnt am nächsten Tag nicht um 7:00 Uhr. Planen Sie danach einen späten Beginn oder einen freien Tag.
  • Anerkennen. Ein Betrag für den Tag mit zwei Blöcken, ein Wunschtag frei oder eine Mahlzeit in der Pause. Legen Sie es vorher fest und behandeln Sie alle gleich.

Beispielwoche im Hotelrestaurant

Ein Hotelrestaurant serviert Frühstück von 6:30 bis 10:30 Uhr und Abendessen von 18:00 bis 22:00 Uhr. Drei Servicekräfte teilen sich den Teildienst, Lukas als Vierter arbeitet nur abends. So hat jede Person höchstens zwei geteilte Dienste pro Woche:

TagTeildienst 6:30–10:30 und 18:00–22:00Nur Abend 17:30–22:30
MontagAnnaLukas
DienstagBenLukas
MittwochClaraLukas
DonnerstagAnnaLukas
FreitagBenLukas
SamstagClaraBen
Sonntagniemand, das Frühstück übernimmt eine TeilzeitkraftAnna

Jeder Teildienst hat acht Stunden Arbeit bei einer Spanne von fünfzehneinhalb Stunden. Die übrigen Frühstücksdienste übernehmen Teilzeitkräfte von 6:30 bis 10:30 Uhr. Wer am Abend den Teildienst beendet, hat am nächsten Morgen kein Frühstück. Mehr zur Planung in Hotels lesen Sie auf der Seite Schichtplan Hotel, für Restaurants auf der Seite Dienstplan Gastronomie.

Die Woche im „Planner“: eine Zeile pro Person, unter jedem Namen die Stunden der Woche. So sehen Sie, wer wie viele Blöcke hat, bevor Sie veröffentlichen.

So läuft es in InShift

Legen Sie für jeden Block eine eigene Schichtart an, etwa „Mittag“ von 10:30 bis 15:00 und „Abend“ von 17:30 bis 23:00 Uhr. Im „Planner“ teilen Sie beide derselben Person am selben Tag zu; das geht, solange sich die Zeiten nicht überschneiden. Stunden und Lohn zählen für beide Blöcke, die Pause dazwischen nicht. In der Team-App sieht die Person beide Schichten des Tages, und gestempelt wird pro Block mit „Check in“ und „Check out“.

Für die Anerkennung gibt es unter „Payroll“, Reiter „Premiums“, die Regel „Second shift in a day“: ein fester Betrag für jeden Tag mit zwei oder mehr Schichten, den Ihr Betrieb selbst festlegt. Wie lange ein Tag mit zwei Blöcken insgesamt dauert, rechnet der Arbeitszeitrechner aus.

Mehr auf der Seite Dienstplan-App, Grundlagen zum Plan im Artikel Dienstplan erstellen.

In der Team-App sieht jede Person ihren Monat und für den gewählten Tag ihre Schichten mit Standort, dazu wer sonst noch arbeitet.

Häufige Fragen zum geteilten Dienst

Was ist der Unterschied zwischen Teildienst und Teilzeit?

Teilzeit heißt weniger Stunden pro Woche. Teildienst heißt, dass die Stunden eines Tages in zwei Blöcken liegen. Eine Vollzeitkraft kann Teildienst haben, eine Teilzeitkraft durchgehend arbeiten.

Wird die Pause beim geteilten Dienst bezahlt?

Das regeln Arbeitsvertrag, Betriebsvereinbarung oder Tarifvertrag. Im Dienstplan zählen Sie die beiden Blöcke als Arbeitszeit und die Unterbrechung getrennt, dann lässt sich jede Regel sauber abrechnen.

Wie viele Teildienste pro Woche sind zumutbar?

Das hängt von Weg, Familie und Pause ab. Bewährt hat sich: höchstens zwei pro Person und Woche, verteilt auf Leute, die sie freiwillig übernehmen, und nie direkt vor einer Frühschicht.