Beim geteilten Dienst, auch Teildienst genannt, arbeitet eine Person an einem Tag zwei Blöcke mit einer langen Pause dazwischen, im Restaurant etwa von 10:30 bis 15:00 und von 17:30 bis 23:00 Uhr. So deckt eine Person Mittag und Abend ab, ihr Tag dauert aber zwölfeinhalb Stunden von Beginn bis Ende. Ob sich das lohnt, zeigt eine einfache Rechnung. Und wenn Sie geteilte Dienste planen, entscheiden ein paar Regeln darüber, ob das Team sie akzeptiert.
Was ein geteilter Dienst ist
Teildienst und geteilter Dienst meinen dasselbe: Die tägliche Arbeitszeit ist in zwei Blöcke geteilt, die Unterbrechung ist deutlich länger als eine normale Pause, meist zwei bis vier Stunden. In Hotellerie und Gastronomie im Alpenraum heißt diese Unterbrechung oft Zimmerstunde. Typisch ist der geteilte Dienst überall dort, wo es zwei Spitzen am Tag gibt:
- Restaurant: Mittagsservice und Abendservice, dazwischen ist das Lokal fast leer.
- Hotel: Frühstück und Abendrestaurant, im Housekeeping auch Zimmerreinigung am Vormittag und Turndown-Service am Abend.
- Bäckerei-Café: Frühstücksansturm und Feierabendverkauf.
- Pflegedienst: Touren am Morgen und am Abend.
Verwechseln Sie den Teildienst nicht mit Teilzeit: Teilzeit beschreibt weniger Wochenstunden, der Teildienst die Lage der Stunden an einem Tag. Ob die Unterbrechung bezahlt wird und wie lang der Tag insgesamt sein darf, regeln Arbeitsvertrag, Betriebsvereinbarung oder Tarifvertrag. Klären Sie das, bevor Sie den ersten Teildienst einteilen.
Wann sich ein Teildienst lohnt: drei Varianten im Vergleich
Ein Restaurant braucht im Service mittags von 11:00 bis 15:00 Uhr drei Personen, am Nachmittag bis 17:30 Uhr eine und abends bis 22:30 Uhr wieder drei. Mit Vorbereitung und Abschluss beginnen die Schichten um 10:30 und enden um 23:00 Uhr. Drei Wege, den Tag zu besetzen:
| Variante | Schichten | Personen | Stunden |
|---|---|---|---|
| A: nur durchgehend | 3 × 10:30–17:30, 3 × 17:00–23:00 | 6 | 39 |
| B: mit Teildienst | 2 × 10:30–15:00 und 17:30–23:00, 1 × 10:30–19:00, 1 × 17:30–23:00 | 4 | 34 |
| C: mit Teilzeit | 2 × 10:30–15:00, 1 × 10:30–17:30, 3 × 17:30–23:00 | 6 | 32,5 |
Variante A ist am teuersten: Am Nachmittag stehen drei Leute im Service, gebraucht wird einer. Variante B spart fünf Stunden am Tag und kommt mit vier Personen aus, verlangt aber von zwei Leuten einen langen Tag. Variante C ist noch etwas günstiger, braucht aber sechs Personen, davon fünf mit kurzen Schichten nur mittags oder nur abends.
Daraus folgt die Faustregel: Wer genug Aushilfen und Teilzeitkräfte findet, braucht kaum geteilte Dienste. Der Teildienst ist das Mittel für kleine Teams, für Saisonbetriebe und für Tage, an denen niemand nur für drei Stunden kommt. Wie Sie die Besetzung pro Stunde ermitteln, auf der diese Rechnung beruht, zeigt der Artikel Personalplanung: Personalbedarf berechnen.