Die meisten Dienstpläne scheitern daran, dass sie um die verfügbaren Leute herum gebaut werden. Der bessere Ausgangspunkt ist die Frage, wie viele Menschen zu welcher Uhrzeit wirklich gebraucht werden. Diese Anleitung zeigt eine Reihenfolge, die sich in der Praxis bewährt, durchgerechnet am Beispiel eines Cafés.
1. Besetzung pro Stunde ermitteln
„Wir haben von 7 bis 19 Uhr geöffnet“ ist noch keine Planungsgrundlage. Entscheidend ist, wie viele Personen um 8 Uhr, um 12 Uhr und um 17 Uhr da sein müssen. Diese Zahlen sind fast nie gleich, und ein Plan, der mit dem Tagesdurchschnitt rechnet, liegt morgens wie mittags daneben.
Die verlässlichste Quelle sind die Zahlen der letzten Wochen, Stunde für Stunde: Bons an der Kasse, Gäste, Lieferungen, Anrufe, gereinigte Zimmer. Zwei Wochen echter Zahlen sagen mehr als jede Erinnerung daran, wie voll der Samstag war.
Unser Beispiel ist ein Café, das montags bis samstags von 7 bis 19 Uhr und sonntags von 9 bis 17 Uhr geöffnet hat:
| Uhrzeit (Mo bis Sa) | Benötigte Personen | Grund |
|---|---|---|
| 07:00 bis 10:00 | 2 | Frühstück, Kaffee zum Mitnehmen |
| 10:00 bis 14:00 | 3 | Vorbereitung und Mittagsgeschäft |
| 14:00 bis 19:00 | 2 | Nachmittag, Kassenabschluss, Schließen |
Diese kleine Tabelle ist die Vorgabe für den gesamten Dienstplan. Alles Weitere dreht sich nur noch darum, die Leute so zu verteilen, dass sie erfüllt wird.
2. Schichten aus der Besetzung ableiten
Jetzt teilen Sie den Tag in Schichten auf, die zum Verlauf der Nachfrage passen. Braucht das Café den ganzen Tag zwei Personen und mittags eine dritte, reichen je zwei Schichten für die erste und die zweite Tageshälfte und eine kurze Mittelschicht. Vier volle Schichten wären zu viel.
Für das Beispiel reichen drei Schichtarten:
- Früh 07:00 bis 13:00, zwei Personen
- Mitte 10:00 bis 14:00, eine Person
- Spät 13:00 bis 19:00, zwei Personen
Von 10 bis 13 Uhr stehen damit drei Leute im Café, von 13 bis 14 Uhr ebenfalls drei (eine Mittelschicht und zwei Spätschichten), danach zwei. Am Sonntag genügen zwei Schichten von 9 bis 17 Uhr.
Halten Sie die Zahl der Schichtarten klein, drei oder vier reichen fast immer. Jede zusätzliche Anfangszeit ist eine Gelegenheit mehr, sich zu verlesen, und erschwert den Tausch, weil seltener zwei Leute genau dieselbe Schicht haben. Welche Modelle es für längere Betriebszeiten gibt, zeigt unser Überblick über Schichtarbeit und Schichtmodelle.