Personaleinsatzplanung beantwortet eine Frage: Wer arbeitet wann, wo und an welcher Aufgabe? Sie beginnt dort, wo die Personalbedarfsplanung aufhört. Die sagt Ihnen, wie viele Stunden und Leute der Betrieb braucht; die Einsatzplanung macht daraus einen Dienstplan, der zu jeder Stunde passt. Hier sehen Sie den Weg in sechs Schritten an einer Filiale mit neun Leuten, dazu fünf Kennzahlen und die Frage, wann Excel nicht mehr reicht.
Einsatzplanung, Bedarfsplanung, Disposition
| Ebene | Frage | Zeitraum |
|---|---|---|
| Personalbedarfsplanung | Wie viele Leute brauchen wir? | Jahr, Saison |
| Personaleinsatzplanung | Wer arbeitet wann und wo? | Woche, Monat |
| Kurzfristige Disposition | Wer springt heute ein? | Tag, Stunde |
Wie Sie den Bedarf mit Ausfallquote berechnen, steht im Artikel Personalplanung: Personalbedarf berechnen. Hier geht es um die zweite und dritte Zeile.
Schritt 1: Bedarf pro Stunde aufschreiben
Der Ausgangspunkt ist eine typische Woche: Wie viele Personen müssen zu welcher Uhrzeit da sein? Unser Beispiel ist eine Filiale, montags bis samstags von 8 bis 20 Uhr geöffnet, plus je eine halbe Stunde zum Öffnen und Schließen.
| Uhrzeit (Mo bis Fr) | Personen |
|---|---|
| 7:30 bis 10:00 | 2 |
| 10:00 bis 11:00 | 3 |
| 11:00 bis 14:00 | 4 (Mittagsspitze) |
| 14:00 bis 16:30 | 3 |
| 16:30 bis 20:30 | 2 |
Diese Kurve stammt aus Kassendaten oder Erfahrung, aufgerundet auf ganze Personen. Samstag bekommt eine eigene Kurve.
Schritt 2: Schichten nach der Bedarfskurve bilden
Jetzt bauen Sie Schichten, deren Summe die Kurve abdeckt. Für die Filiale reichen vier Schichtarten:
- Früh 7:30 bis 14:00, zwei Personen
- Mittel 10:00 bis 16:30, eine Person
- Spitze 11:00 bis 14:00, eine Person, ideal für eine Aushilfe
- Spät 13:30 bis 20:30, zwei Personen
Probe: Um 12 Uhr sind zwei Früh, Mittel und Spitze da, also vier. Um 15 Uhr zwei Spät und Mittel, also drei. Die halbe Stunde von 13:30 bis 14:00 ist die Übergabe. Ein Werktag braucht so 36,5 Planstunden, die Woche mit Samstag 226,5. Das entspricht vier Vollzeitkräften mit 38 Stunden, drei Teilzeitkräften mit 20 Stunden und zwei Aushilfen mit etwa 7 Stunden.