Wechselschicht heißt: Dieselbe Person arbeitet abwechselnd zu verschiedenen Tageszeiten, mal früh, mal spät, manchmal nachts. Das rollierende System legt fest, nach welchem Muster dieser Wechsel abläuft; das Muster wiederholt sich in einem festen Zyklus. Beide Begriffe finden sich in Stellenanzeigen und Arbeitsverträgen. Hier lesen Sie, was dahintersteckt und wie ein passender Plan aussieht.
Die Begriffe auf einen Blick
| Begriff | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
| Wechselschicht | Die Arbeitszeit einer Person wechselt nach einem Plan zwischen Schichten. | Eine Woche früh, eine Woche spät |
| Dauerschicht | Eine Person arbeitet immer in derselben Schicht. | Feste Nachtwache, feste Spätschicht |
| Rollierendes System | Ein fester Zyklus, der festlegt, welche Schicht oder welcher freie Tag als Nächstes folgt. | Der freie Tag wandert jede Woche einen Tag weiter |
| Kontischicht | Wechselschicht rund um die Uhr an allen sieben Tagen. | Vier Gruppen im 8-Tage-Rhythmus |
Eine Wechselschicht folgt fast immer einem rollierenden System, denn ohne festen Zyklus müsste der Plan jede Woche neu verhandelt werden. Alle Modelle vom 2- bis zum 5-Schicht-System im Vergleich zeigt der Überblick Schichtarbeit. Für den Betrieb rund um die Uhr gibt es einen eigenen Artikel: Kontischicht.
Das 2-Schicht-System
Die häufigste Form: Frühschicht von 6 bis 14 Uhr, Spätschicht von 14 bis 22 Uhr, Montag bis Freitag. Zwei Gruppen wechseln sich wöchentlich ab:
| Gruppe | Woche 1 | Woche 2 | Woche 3 | Woche 4 |
|---|---|---|---|---|
| A | Früh | Spät | Früh | Spät |
| B | Spät | Früh | Spät | Früh |
Der Betrieb läuft 80 Stunden pro Woche, jede Gruppe ist 40 Stunden anwesend. Das System passt zu Produktion und Logistik, aber genauso zum Handel mit langen Öffnungszeiten: Ein Supermarkt, der von 7 bis 21 Uhr geöffnet hat, plant zum Beispiel 6:30 bis 14:30 und 13:30 bis 21:30 Uhr. Die Stunde Überschneidung am Mittag fängt die Spitze ab und lässt Zeit für die Übergabe.