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Leitfaden6. Oktober 2026·7 Min. Lesezeit

12-Stunden-Schicht im Team planen: Modelle und Beispielpläne

Zwei Schichten am Tag bedeuten weniger Übergaben und mehr ganze freie Tage, dafür lange Dienste. Die gängigen Rhythmen als Tabelle, mit den Wochenstunden jeder Gruppe.

Leitfaden

Autor
InShift
Veröffentlicht
6. Oktober 2026
Lesezeit
7 Min. Lesezeit
InShift
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Eine 12-Stunden-Schicht teilt den Tag in zwei Hälften, meist 6 bis 18 und 18 bis 6 Uhr oder 7 bis 19 und 19 bis 7 Uhr. Das bedeutet eine Übergabe weniger pro Tag und mehr ganze freie Tage für das Team, dafür ist jeder einzelne Dienst lang. Hier finden Sie die Rhythmen, die sich in der Praxis bewährt haben, jeweils mit den Stunden, die jede Gruppe im Schnitt arbeitet.

Wo 12-Stunden-Schichten üblich sind

Typisch sind Betriebe, die rund um die Uhr besetzt sein müssen und bei denen jede Übergabe ein Risiko ist: Rettungswachen, Sicherheitsdienste und Pforten, Leitstellen, Industrieanlagen im Kontibetrieb, Klinikstationen. Auch Läden und Restaurants mit langen Öffnungszeiten setzen 12-Stunden-Dienste ein, dann allerdings nur tagsüber.

Bevor Sie umstellen, klären Sie mit Ihrer Personalabteilung oder einer Beratung, welche Regeln zu Arbeitszeit und Pausen in Ihrem Betrieb gelten. Dieser Artikel behandelt nur die Planung.

Die Grundrechnung

Eine Stelle, die rund um die Uhr besetzt ist, braucht zwei Dienste zu zwölf Stunden pro Tag, also 168 Stunden pro Woche. Verteilt auf die Gruppen:

GruppenStunden je Gruppe und Woche12-Stunden-Dienste pro Woche
3564,7
4423,5
533,62,8

Vier Gruppen sind der Normalfall. Ziehen Sie unbezahlte Pausen ab, bevor Sie die Wochenstunden mit dem Arbeitsvertrag vergleichen: Bei einer Stunde Pause pro Dienst bleiben 11 bezahlte Stunden, also 3,5 × 11 = 38,5 Stunden pro Woche.

Modell 1: 2-2-3

Der 2-2-3-Rhythmus, auch Panama-Modell genannt, dauert 14 Tage: zwei Tage Dienst, zwei frei, drei Tage Dienst, in der zweiten Woche genau umgekehrt. Zwei Gruppen teilen sich die Tagdienste, zwei die Nachtdienste (T = Tag, N = Nacht):

GruppeMoDiMiDoFrSaSo
A, Woche 1TTfreifreiTTT
B, Woche 1freifreiTTfreifreifrei
C, Woche 1NNfreifreiNNN
D, Woche 1freifreiNNfreifreifrei
A, Woche 2freifreiTTfreifreifrei
B, Woche 2TTfreifreiTTT
C, Woche 2freifreiNNfreifreifrei
D, Woche 2NNfreifreiNNN

Jede Gruppe hat sieben Dienste in 14 Tagen, das sind 84 Stunden oder 42 Stunden pro Woche. Der große Vorteil: Jedes zweite Wochenende ist von Freitag bis Sonntag frei. Der Nachteil: Wer in der Nachtgruppe ist, arbeitet immer nachts. Viele Betriebe tauschen Tag- und Nachtgruppen deshalb alle paar Wochen.

Modell 2: zwei Tage, zwei Nächte, vier frei

Dieser Rhythmus dauert acht Tage, und jede der vier Gruppen hat Tag- und Nachtdienste:

GruppeTag 1Tag 2Tag 3Tag 4Tag 5Tag 6Tag 7Tag 8
ATTNNfreifreifreifrei
BfreifreiTTNNfreifrei
CfreifreifreifreiTTNN
DNNfreifreifreifreiTT

Vier Dienste in acht Tagen ergeben 48 Stunden, im Schnitt wieder 42 pro Woche. Ein Punkt, der im Gespräch mit dem Team oft untergeht: Der erste der vier freien Tage beginnt morgens nach der zweiten Nacht und wird größtenteils verschlafen. Gefühlt sind es drei freie Tage, und so sollten Sie es auch ankündigen.

Eine Variante mit festen Tag- und Nachtgruppen: vier Dienste am Stück, danach vier freie Tage. Die Stunden sind dieselben, die freien Blöcke länger.

Die Monatsansicht im „Planner“: ein Buchstabe pro Schicht, rechts die Zahl der Schichten pro Person, unter jedem Namen die Stunden. Ein 8-Tage-Rhythmus ist hier als Muster zu sehen.

Modell 3: zwölf Stunden nur tagsüber

Ein Laden, der montags bis samstags von 8 bis 20 Uhr geöffnet hat, lässt sich mit einem 12-Stunden-Dienst pro Tag abdecken. Zwei Personen teilen sich die Woche: Die eine arbeitet Montag, Mittwoch und Freitag, die andere Dienstag, Donnerstag und Samstag. Jede kommt auf drei Dienste und 36 Stunden pro Woche, abzüglich Pausen, und hat vier freie Tage.

Für die Mittagsspitze ergänzen Sie eine kürzere Schicht, etwa 11 bis 15 Uhr. So bleibt der lange Dienst gut planbar, und niemand muss die Spitze allein stemmen.

24-Stunden-Dienst planen

Rettungswachen, Feuerwehren und manche Wachdienste arbeiten mit 24-Stunden-Diensten, auf die mehrere freie Tage folgen. Die Rechnung ist dieselbe wie oben:

RhythmusGruppenAnwesenheit pro Woche
24 Stunden Dienst, 48 Stunden frei356 Stunden
24 Stunden Dienst, 72 Stunden frei442 Stunden
24 Stunden Dienst, 96 Stunden frei533,6 Stunden

Wie ruhige Phasen innerhalb eines 24-Stunden-Dienstes angerechnet und bezahlt werden, regeln Arbeitsvertrag und Betrieb. Die Tabelle rechnet deshalb nur mit Anwesenheit.

Wie Bereitschaft und Rufbereitschaft im Dienstplan rotieren und wie Einsätze erfasst werden, zeigt der Artikel Bereitschaftsdienst und Rufbereitschaft planen.

In InShift tragen Sie einen 24-Stunden-Dienst als zwei Schichten zu zwölf Stunden ein, etwa 7 bis 19 und 19 bis 7 Uhr, beide für dieselbe Person. Die Nachtschicht kann über Mitternacht gehen; Stunden und Lohn werden für beide Schichten gezählt.

Schichtarten eines Standorts mit Wochentagen und Uhrzeit. Für 12-Stunden-Dienste legen Sie zwei Arten an, Tag und Nacht; für einen 24-Stunden-Dienst teilen Sie beide derselben Person zu.

So bleibt der Plan fair

  • Nächte zählen. Halten Sie pro Person fest, wie viele Nachtdienste sie im Monat hatte. Bei 2-2-3 mit festen Nachtgruppen sind die Unterschiede besonders groß.
  • Nächte gut legen. Vorwärts rotieren, wenige Nächte am Stück und danach frei; Uhrzeiten für Schlaf und Essen stehen im Artikel Nachtschicht.
  • Wochenenden zählen. Dasselbe gilt für Samstage und Sonntage. Wer drei Wochenenden hintereinander gearbeitet hat, hat beim nächsten Tausch Vorrang.
  • Keine Doppeldienste durch Tausch. Ein Tausch darf nicht dazu führen, dass jemand zwei lange Dienste direkt hintereinander hat. Lassen Sie jeden Tausch bestätigen.
  • Plan früh veröffentlichen. Wer zwölf Stunden arbeitet, plant Familie und Freizeit in Blöcken. Vier Wochen Vorlauf sind ein guter Wert.

In InShift legen Sie Tag und Nacht als Schichtarten an und erstellen den Plan im „Planner“. Die Monatsansicht zeigt jede Schicht als Buchstaben und pro Person die Zahl der Schichten; so lassen sich Nächte und Wochenenden vergleichen. Tauschen kann das Team in der App, und in den „Request rules“ legen Sie fest, ob ein Tausch die Zustimmung der Teamleitung braucht. Mehr auf der Seite Dienstplan-App.

Drei 8-Stunden-Schichten rund um die Uhr behandelt der Artikel Kontischicht, Modelle mit zwei Schichten am Tag der Artikel Wechselschicht und rollierendes System. Den Kalender für vier Gruppen ab einem Startdatum zeigt der 4-Schicht-Rechner, alle weiteren Seiten finden Sie auf der Startseite.

Tausch in der App: Unter „Substitute“ sieht das Team Schichten, die Kolleginnen und Kollegen abgeben möchten, und übernimmt sie mit „Take shift“. Ob die Teamleitung zustimmt, legen Sie in den „Request rules“ fest.