Die klassische Nachtschicht läuft von 22:00 bis 6:00 Uhr, in Pflege und Sicherheitsdienst beginnt sie oft früher, im Hotel später, und manche Dienste dauern zwölf Stunden. Gut durchstehen lässt sie sich, wenn zwei Seiten zusammenpassen: Der Dienstplan rotiert vorwärts, setzt nur wenige Nächte am Stück und lässt danach Zeit zur Erholung. Und die Person im Dienst schützt ihren Schlaf am Tag und isst nachts leicht. Hier finden Sie beides mit Uhrzeiten zum Übernehmen.
Nachtschicht: typische Uhrzeiten
| Betrieb | Nachtschicht | Länge |
|---|---|---|
| Werk, Logistik | 22:00 bis 6:00 | 8 Stunden |
| Pflegeheim, Klinik | 20:45 bis 6:15, mit Übergabe | 9,5 Stunden |
| Hotelrezeption | 23:00 bis 7:00 | 8 Stunden |
| Sicherheitsdienst | 19:00 bis 7:00 | 12 Stunden |
| Bäckerei | 2:00 bis 10:00 | 8 Stunden |
Die Pflege plant oft eine Viertelstunde Überlappung am Anfang und am Ende ein, damit die Schichtübergabe nicht in der Arbeitszeit der nächsten Schicht verschwindet. Wie die Nacht in die übrigen Schichtmodelle passt, zeigt der Artikel Schichtarbeit: Schichtmodelle erklärt.
Nachtschichten planen: vorwärts rotieren
Für die Planung gibt es eine Regel, die in fast allen Empfehlungen zur Schichtarbeit auftaucht: vorwärts rotieren, also Früh, dann Spät, dann Nacht. Warum, zeigt eine einfache Rechnung mit Frühschicht 6 bis 14 Uhr, Spätschicht 14 bis 22 Uhr und Nachtschicht 22 bis 6 Uhr:
| Wechsel | Frei dazwischen |
|---|---|
| Vorwärts: Früh, am nächsten Tag Spät | 24 Stunden |
| Vorwärts: Spät, am nächsten Tag Nacht | 24 Stunden |
| Rückwärts: Nacht, am selben Tag Spät | 8 Stunden |
| Rückwärts: Spät, am nächsten Tag Früh | 8 Stunden |
Vorwärts schiebt sich der Arbeitsbeginn jedes Mal nach hinten, und der Körper stellt sich leichter auf einen späteren Beginn ein. Rückwärts bleiben beim Wechsel nur acht Stunden für Heimweg, Essen und Schlaf.
Dazu kommen vier weitere Regeln für den Plan:
- Wenige Nächte am Stück. Häufig empfohlen werden zwei bis drei. Lange Nachtblöcke wirken bequem, weil seltener gewechselt wird, ermüden aber mit jeder Nacht mehr.
- Nach der letzten Nacht frei. Der Tag nach der letzten Nacht ist zum Schlafen da und zählt nicht als freier Tag. Planen Sie danach mindestens einen ganzen weiteren freien Tag ein.
- Nächte fair zählen. Halten Sie pro Person fest, wie viele Nächte sie im Monat hatte. Wer gern nachts arbeitet, darf mehr übernehmen, aber nicht stillschweigend alle.
- Früh veröffentlichen. Wer nachts arbeitet, muss Schlaf, Familie und Termine nach dem Plan richten. Vier Wochen Vorlauf sind ein guter Wert.
Ein 2-2-2-Rhythmus rotiert vorwärts und hält die Nachtblöcke kurz: zwei Früh, zwei Spät, zwei Nacht, danach frei. Wie das mit vier oder fünf Gruppen rund um die Uhr aussieht, steht im Artikel Kontischicht, den Kalender für eine Gruppe rechnet der Rechner für das 3-Schicht-System aus.