Bei der Schichtübergabe gibt eine Schicht an die nächste weiter, was diese wissen muss: was offen ist, was schiefgelaufen ist, worauf heute zu achten ist. Fehlt die Übergabe, merkt man es spätestens eine Stunde später: am Gast mit der Allergie, an der Lieferung, die nicht kam, an der Kasse, die nicht stimmt. Eine gute Übergabe dauert fünf bis zehn Minuten und folgt jeden Tag demselben Schema.
Was in die Übergabe gehört
Offenes zuerst, Erledigtes nur, wenn es die nächste Schicht betrifft. Fünf Punkte decken fast jeden Betrieb ab:
- Offene Aufgaben: was angefangen, aber nicht fertig ist, und wer darauf wartet.
- Vorkommnisse: Beschwerden, Defekte, Ausfälle, alles, was anders lief als sonst.
- Zusagen an Gäste und Kunden: Reservierungen, Abholungen, Rückrufe, Sonderwünsche.
- Bestände und Kasse: was knapp ist, was bestellt wurde, ob der Kassenstand stimmt.
- Personal: wer krank ist, wer später kommt, wer neu im Team ist.
Dazu ein Satz zum Schluss: die eine Sache, auf die die nächste Schicht heute besonders achten muss.
Mündlich und schriftlich
Das Gespräch beim Schichtwechsel klärt Rückfragen sofort. Die schriftliche Notiz erreicht alle, die nicht dabei waren: die übernächste Schicht, die Teamleitung, die Kollegin, die aus dem Urlaub zurückkommt. Beides zusammen dauert kaum länger als eines davon. Schreiben Sie die Notiz immer an dieselbe Stelle, etwa in ein Heft an der Kasse oder in eine Gruppe im Teamchat, und fassen Sie sich so kurz, dass man sie in einer Minute lesen kann.
Welche Nachricht in den Chat gehört und welche in den Dienstplan, beschreibt der Artikel Mitarbeiterkommunikation.